hp racing 12h brno 2015 02Eine gute Leistung lieferte das österreichische HP Racing Team beim 12h Epilog von Brno (CZE) ab und erreichte mit einem Mercedes-Benz SLS AMG GT3 im tschechischen Mähren Platz 5.

Noch kurz vor dem Wochenende musste Teamchef Hari Proczyk den erkrankten Reinhold Renger ersetzen und das Team umorganisieren. Der Flügeltürer wurde in Brno von Nico Bastian (DEU), Hubert Haupt (DEU), Carsten Tilke (DEU) und Markus Weege (AUT) um den 5,403km langen Kurs gefahren.

Gemischte Bedingungen mit Nieselregen, feuchter, aber auch teilweise wieder abtrocknende Strecke und einige Code-60-Phasen, in denen keine guten Zeiten gefahren werden konnten, prägten das freie Training und das Qualifying. Dennoch konnte sich das Team im freien Training am frühen Freitagnachmittag schon gut aufstellen und platzierte den Mercedes-Benz auf P3.

Auch im direkt anschießenden Qualifying war das Team wieder schnell unterwegs und holte mit P7 bei 50 teilnehmenden Fahrzeugen eine gute Ausgangsposition für das 12-Stunden-Rennen am Samstag. Kontinuität zeigte HP Racing dann auch im Nachttraining auf trockener Strecke – mit P5 war Teamchef Hari Proczyk hier sehr zufrieden.

Kühle sieben Grad und eine trockene Strecke erwarteten die Teilnehmer am Samstag zum Rennbeginn Punkt 12 Uhr mittags. Startfahrer Hubert Haupt ging von P7 ins Rennen, kam sehr gut weg und konnte sich gleich um zwei Positionen verbessern.

Im weiteren Verlauf holte er sich P4 und konnte so den Mercedes zum ersten Fahrerwechsel an Carsten Tilke übergeben.

Im weiteren Verlauf wechselten sich Carsten Tilke, Nico Bastian, Markus Weege und Hubert Haupt ab. Die Rennfahrer fuhren in ihren unterschiedlich langen Stints fehlerfrei und waren immer unter den Top 7. Den letzten Stint übernahm Nico Bastian, der den Mercedes-Benz nach 318 Runden auf einen tollen Platz 5 ins Ziel fuhr.

Nico Bastian: „Die Entscheidung, dass ich hier am Wochenende bei Hari (Proczyk) im Team fahre, kam sehr kurzfristig, da ich für den erkrankten Reinhold Renger als Ersatzfahrer einsprang. Ich habe mich auch auf den Einsatz sehr gefreut, im Auto zu sitzen und ohne Mega-Druck Spaß beim Rennen zu haben. Das A und O um bei solchen Rennen vorne zu sein, sind die Fahrer, die im Auto sitzen. Wir hatten zwei Jungs, die die Strecke nicht kannten und wenig Erfahrung auf dem Auto hatten. Die Trainingseinheiten konnten wegen des Wetters auch nicht richtig genutzt werden. Das war nicht die optimale Voraussetzung, um die Profis vorne richtig unter Druck setzen zu können. Deswegen ist P5 das Maximale, das wir herausholen konnten und sind damit sehr zufrieden.“

Hubert Haupt: „Im freien Training war die Strecke teilweise nass und im Qualifying waren die Bedingungen auch nicht so gut. Im Rennen lief es dann ganz gut, wir hatten keine Ausfälle und keine Probleme, aber über die Distanz waren wir etwas zu langsam. Die vorderen Autos waren mit starken Fahrern besetzt und auch die hatten keine Fehler gemacht. Dennoch haben wir im Rennen unser gesetztes Ziel P5 erreicht und freuen uns darüber.“

Carsten Tilke: „Ich war noch nie auf dieser Strecke im Einsatz und leider konnten wir das private Training wegen Nebels nicht wirklich nutzen. Auch das freie Training und das Qualifying waren vom Wetter beeinflusst, so dass ich im Nachttraining das erste Mal im Trockenen einige Runden fahren konnte. Deswegen war es für mich eher ein schwieriges Rennwochenende und es war nicht einfach, mich auf die Strecke einzustimmen. Ich habe mir etwas mehr erhofft. Alle Teams, die vor uns lagen haben einen guten Job gemacht, sind mit Profis besetzt und sind fehlerfrei durchgefahren. Das macht es natürlich schwierig, weiter nach vorne zu kommen. Das Team von Hari (Proczyk) hat super gearbeitet und es hat mir großen Spaß gemacht, hier wieder zu fahren. Wir konnten in diesem Jahr bei anderen Langstreckenrennen miteinander schon gute Ergebnisse einfahren.“

Markus Weege: „Für mich war der Einsatz etwas schwierig, da ich den SLS GT3 noch nicht gefahren bin und in diesem Jahr wenige GT3-Einsätze hatte. In den Trainings bin ich wetterbedingt nicht oft zum Fahren gekommen, erst am Freitag im Nachttraining. So bin ich dann auch mit meinem Stint, den ich im Rennen gefahren bin, nicht wirklich zufrieden. Aber dennoch hat mir das Wochenende Spaß gemacht und ich habe mich im Team sehr wohl gefühlt. Die haben einen tollen Job gemacht und es hat alles einwandfrei funktioniert.“

Hari Proczyk (Teamchef): „Unsere beiden Profis Nico (Bastian) und Hubert (Haupt) haben eine richtig gute Performance abgeliefert. Nico ist in der Nacht sensationelle Zeiten gefahren. Markus (Weege) und Carsten (Tilke) kannten die Strecke noch nicht und sind in den Trainings wegen des Wetters nicht viel zum Fahren gekommen, aber dennoch sind auch die Beiden sehr gute Stints gefahren. Aber alle vor uns Platzierten haben einen enormen Speed gehabt, da konnten wir nicht heranreichen, deshalb sind wir mit P5 sehr zufrieden. Überhaupt sind wir mit der gesamten Saison in diese Langstreckenserie sehr zufrieden. Wir waren 2x auf P3, in Barcelona haben wir gewonnen und hier P5. Das ist doch eine großartige Leistung. Für unseren Reinhold (Renger) wünschen wir gute und schnelle Besserung!“



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