Nach den guten Erfahrungen und Fahrwerksmodifikationen vom Gurnigel, waren wir zuversichtlich, für das Bergrennen in St. Agatha (A) gut vorbereitet zu sein. Daher gab es auch nur eine kleine Anpassungen auf Grund des höheren Speeds.

Anreise auf Umwegen
Die 700 Kilometer lange Anreise gestaltete sich als Herausforderung. In St. Gallen war die Autobahn und in Bregenz der Pfänderntunnel gesperrt, womit wir zu zwei ungewollten «Stadtrundfahrten» kamen. Wegen Bauarbeiten war dann auch noch die Strasse der Donau entlang von Passau her gesperrt. Nach einigen Umwegen erreichten wir am Freitagmorgen früh das Fahrerlagergelände.

Einrichten – Technische Abnahme - Streckenbesichtigung
Da das Training in St. Agatha erst Samstagmittag begann, luden wir den LobArt/Helftec-Honda nur kurz für die technische Abnahme aus und gleich wieder ein. Dafür hatte ich genug Zeit für die Streckenbesichtigung und um nachmittags noch eine Joggingrunde zu laufen.

Samstag – erstes Training
Am Samstagmorgen gab er erst mal eine Streckenbesichtigung. Danach erst stellten wir routiniert das Zelt auf, luden den Rennwagen aus und machten wie gewohnt alles Rennbereit.
Nach der Fahrerbesprechung ging es dann auch gleich los zum ersten Training.

Nach einer kurzen Unterbrechung vor meinem Start, zog ich von der Startlinie los. Doch der LobArt beschleunigte kaum und der Grip grottenschlecht.

Ich war etwas vorsichtig unterwegs und beim Hochschalten merkte ich, dass der Motor nicht gleich wieder auf Leistung war. Etwa auf halber Streckendistanz stellte der Motor dann ganz ab und ich rollte aus. Zurück im Fahrerlager war die Ursache schnell gefunden. Ein Sensor hatte seinen Dienst quittiert. Als dieser ersetzt war, schnurrte unser Rennwagen wie am ersten Tag.

Zweites Training
Zum 2. Probelauf wollte ich am Start mal etwas ganz Neues versuchen. Dies ging aber gründlich in die Hose und die Startzeit war katastrophal. Auch sonst war ich wohl etwas zögerlich unterwegs, denn in 1.08.098 verlor ich auf Christian Merli (Osella FA30, 1.03.054) 5 Sekunden und reihte mich noch hinter Patrik Zajelsnik (Norma/Mugen) und Alexander Hin (Osella FA30) ein.

Somit war das Samstagsprogramm bereits Geschichte - einfach nicht so erfolgreich. Weil der Wetterbericht sehr unbeständig für Sonntag war, machte es auch keinen grossen Sinn, viel am LobArt/Helftec-Honda einzustellen.

Sonntag – drittes Training
Der prognostizierte Regen setzte auch schon im Verlauf des Samstagabends ein. Somit war schon fast sicher, dass bei diesen Temperaturen der 3. Trainingslauf bei nassen Bedingungen stattfinden wird.

Bis wir aber gegen 10 Uhr an der Reihe waren, war die Strecke, bis auf die zwei Abschnitte in den Waldstücken, abgetrocknet. Nur ganz wenige Fahrer riskierten es dennoch mit Slicks. Die schnellsten Zeiten wurden aber mit Regenreifen gefahren. Und in dieser Fraktion konnte ich gut mithalten in 1.11.141. Nur Hin (1.10.049) und Merli (1.10.749) waren bereits etwas wacher.

Erster Rennlauf
Am frühen Nachmittag ging es nun also um die Positionen, bei noch nicht ganz trockenem Startbereich und erster Kurve. Der Start und die Anfahrt zur ersten Kurve waren schon etwas haarig. Die erste Kurve nahm ich leider etwas zu verhalten. In 1.05.134 erreichte ich das Ziel. 25/100 langsamer als Patrik, 4/10 langsamer als Alex und 2.3 Sekunden hinter Christian.

Zweiter Rennlauf
Für den 2. Rennlauf war also Hochspannung um die Platze 2 bis 4 angesagt. Ich wollte unbedingt auf das Gesamtpodium und musste also nochmals alles geben!

Ausser dem etwas unwilligen Einlenken bei Posten 17, kriegten der LobArt und ich einen guten Lauf zusammen. Auf der Anzeigetafel leuchtete 1.03.484 auf. Weil ich der erste gestartete von den Dreien war, musste ich nun abwarten, was diese Zeit wert sein soll…

Zajelsnik (1.04.354) und Hin (1.03.697) verfehlten meine Laufzeit, Alex Hin blieb aber in der Addition 17/100 Sekunden vor mir. Patrik Zajelsnik konnte ich um 61/100 Sekunden vom Podium verdrängen.

Mit viel Freude durfte ich den Pokal für die zweitschnellste Einzellaufzeit auf dem Podest entgegennehmen.

Saisonabschluss
Dies war für uns ein versöhnlicher Saisonabschluss 2022. Nach der Saison ist auch gleich wieder vor der Saison.

Wir haben bereits viele Ideen für das Jahr 2023. Der Turbomotor wird nun von Helftec Engineering auf Herz und Nieren geprüft. So verabschiedet sich das Steiner Motorsport Team nun in die Winterpause.
Ich werde euch zwischenzeitlich über unsere Pläne informieren.

Herzlichen Dank an mein grossartiges Team und an alle, die uns in dieser Saison unterstützt und begleitet haben. Racing ist Teamwork!

Merci viu mau!

Bis bald…
Marcel

Quelle: Bericht Garage Steiner Motorsport vom 02. Oktober 2022

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